Biddy“ am Wilsons Promontory
Im Tasmanienbuch „The Apple Island Tasmanien“ (www.the-apple-island.de) habe ich schon geschrieben, dass die Ureinwohner Tasmaniens einst über eine Landbrücke von Südaustralien auf die Insel kamen. Viele vermuten, dass hier am Promontory (Vorgebirge) vor über 10tausend Jahren diese Festlandverbindung bestand. Die gesamte Halbinsel wird zu Nationalpark erklärt, Und langsam erobert sich die Natur ihr Terrain zurück. Man kann „The Prom“, wie die Halbinsel von den Aussies liebevoll oder als Folge der „australischen Krankheit“ genant wird, nur über die Road C444 erreichen, die bei Tidal River, am Fuße des Mt. Oberon endet.Eine besondere Attraktion des Touristikvereins ist die Organisation von Touren zur Beobachtung von nachtaktiven Tieren. Und, jedenfalls war es 2003 noch so, werden auch Ghost Tours angeboten. Ähnliche Touren, wie in Tasmanien bei Port Arthur oder an der Ostküste von Queensland.Vor rund 10.000 Jahren existierte hier eine Festlandsverbindung nach Tasmanien. Das spiegelt sich in einer Tier- und Pflanzenwelt wieder, die vieles mit der grünen Insel im Süden gemein hat.”The Prom” hat 1300 km Küstenlinie und ein Fläche von rund 500 qkm. Die Berge ragen bis über 700 Meter empor. Besonders beliebt ist die Region bei Wanderern. Tidal River ist der einzige Ort im Nationalpark erinnert sehr an die auch in den Bergregionen Europas zu findenden vorwiegend autofreien Ferienwohnungssiedlungen. Andere wiederum finden eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Jugendlager der Pfadfinder treffender. Es gibt neben Ferienapartments auch Gruppenunterkünfte und einen großen Campingplatz. Eine besondere Attraktion in, nämlich die Beobachtung nachtaktiver Tiere, bedingt aber mindestens eine Übernachtung. Da die Beobachtung nachtaktiver Tiere - wie Wombats - eine der Attraktionen des Parks sind empfiehlt sich mindestens eine Übernachtung im Park. Oder aber die fast 70 Kilometer lange Rückfahrt bei Nacht nach Forster Es gibt einen Geist auf „The Prom“. Und genau wie bei den Ufo Sichtungen und den Beobachtungen des tasmanischen Tigers kommen auch immer wieder Meldungen über diesen Geist auf The Prom in die australischen Medien. Auch in Australien sollte man die Medien nicht immer ernst nehmen. Berichte von Besuchern, die schwören, auf einer nächtlichen Wanderung Biddy gesehen zu haben, und wie der Geist auf dem „Biddy Trail“ spazieren ging. Natürlich wortlos. Denn hie und da wird auch erzählt, dass dieser weibliche Geist seinen Kopf unter dem Arm trägt. Es soll sich nämlich um den Geist eines Mädchens der Ureinwohner handeln, die sich, wahrscheinlich aus Liebeskummer, bei Norman Point von den hohen und zerklüfteten Felsen ins Meer stürzte. Dabei verletzte sie sich derart am Kopf, dass sie diesen nunmehr unter dem Arm trägt. Eine zweite Version über die Herkunft des Geistes ist, dass eine weibliche Strafgefangene aus Tasmanien floh und völlig erschöpft am Corner Inlet an der Nordküste von The Prom gefunden wurde. Die Frau wurde nach Yanakie Homestead gebracht. Dieser gleichnamige Ort befindet sich heute noch auf dem Isthmus, über den man fahren muß, um zum Promontory zu gelangen. Sie arbeitete dort als Hausangestellte. Doch nach ihren Tod fand ihr Geist keine Ruhe. Biddy Trail Touren werden wohl heute (2007) nicht mehr angeboten. Jedenfalls habe ich im Tourenangebot von Park’s Victoria Information Centre nichts gefunden. Man sollte sich also, wenn man in Tidal River ist, danach erkundigen.Oder aber, wenn man weiß, wo Biddy’s Trail lang geht, in der Nacht selbst hingehen. Aber Vorsicht! Bei Geistern weiß man nie! Der Autor Dieter Tischendorf hat in seinem Internet-Buch „The-Apple-Island“ noch weitere Geschichten über seinen Aufenthalt in Tasmanien veröffentlicht.